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Traditionelles Wissen prägt den OH-FINE-Feldversuch in Salamanca

Da sommerliche Dürren die Verfügbarkeit von Weideland immer weiter einschränken, wird es zunehmend wichtiger, alternative Futterquellen für Nutztiere zu erschließen. Eine Co-Creation-Veranstaltung, die am 17. September 2026 im Botanischen Zentrum Juzbado in Salamanca, Spanien, stattfand, widmete sich dieser Herausforderung, indem sie Viehzüchter*innen, Expert*innen und Anwohner*innen zusammenbrachte, um traditionelles Wissen über Pflanzen und Sträucher auszutauschen, die in der Viehzucht verwendet werden.


Die vom spanischen Nationalen Forschungsrat (CSIC) in Zusammenarbeit mit dem Poctep-Projekt „RECORDARE“ organisierte Veranstaltung brachte 28 Teilnehmer*innen zusammen, um die endgültige Konzeption des OH-FINE-Feldversuchs zu unterstützen, dessen Ziel es ist, den Zeitraum zu verlängern, in dem Vieh weiden kann. Im Rahmen des Versuchs soll die Wirksamkeit der Anlage von Flächen mit einheimischer Vegetation in der Dehesa geprüft werden, um während der trockenen Sommermonate zusätzliches Futter bereitzustellen.

Der Tag begann mit einem Vortrag von David Pérez del Molino, einem landwirtschaftlichen Berater und Ziegenzüchter, über die traditionelle Nutzung einheimischer mediterraner Sträucher in der Viehzucht. Anschließend nahmen die Teilnehmer*innen an einem Workshop teil, bei dem sie mithilfe von Pflanzensteckbriefen und Fotos Wissen austauschten. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Bestimmung der Pflanzen, ihre traditionelle Nutzung sowie ihr Wert als Viehfutter.

Diese Sitzung ermöglichte es, wertvolles lokales Wissen, insbesondere von älteren Gemeindemitgliedern, erfolgreich zu erfassen und bestätigte das große Interesse am OH-FINE-Feldversuch. Die von den Teilnehmer*innen geteilten Erkenntnisse trugen zur endgültigen Auswahl der im Versuch zu testenden Pflanzen bei und verbanden praktische landwirtschaftliche Erfahrung mit langjährigen lokalen Traditionen.

Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und lokalem Wissen ist diese Initiative ein wichtiger Schritt zur Entwicklung widerstandsfähigerer Weidesysteme und zur Förderung der Biodiversität in Agrarlandschaften.

Weitere Informationen und Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Victoria Gonzalez Rodriguez.

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